Meldung vom 23.05.2016
Aktuelle Information zur

Verbesserungsbeitrag für die Wasserversorgungseinrichtung

Wir haben bereits im Mai 2013 darüber informiert, dass die Wasserleitungssanierungsarbeiten für die Versorgungsbereiche Friedersdorf und Marienroth nicht über eine Gebührenerhöhung, sondern, wie schon in der Vergangenheit praktiziert, über Verbesserungsbeiträge finanziert werden sollen. Der Marktgemeinderat hat in seiner Sitzung vom 06.07.2015 die Beitragssatzung hierzu beschlossen. 


- Beitragssatzung für die Verbesserung und Erneuerung der Wasserversorgungseinrichtung (VES-WAS)


Ist man ursprünglich nach groben Schätzungen von einem Investitionsvolumen von 1,5 Mio. € ausgegangen, so belaufen sich die Aufwendungen aufgrund von aktuellen Kostenberechnungen nun auf über 2,2 Mio. €. Entsprechend hoch sind auch die Beitragssätze für Grundstücks- und Geschossflächen (siehe § 6 der Satzung). Die einzelnen Sanierungsmaßnahmen sind unter § 1 der Satzung beschrieben. Mit diesen Maßnahmen sollen vor allem das Wasserdargebot und die Versorgungssicherheit verbessert werden.

Unter Berücksichtigung der in der Satzung festgesetzten Beitragssätze beläuft sich der Verbesserungsbeitrag für ein durchschnittliches Wohngrundstück mit einer Grundstücksfläche von 800 m² und einer Geschossfläche von 300 m² auf rd. 1.100,00 €. Der Verbesserungsbeitrag wird in zwei gleichen Raten eingehoben, wobei 50% des Beitrags bereits im August 2015 geltend gemacht wurden.

Die Sanierungsarbeiten für den Versorgungsbereich Friedersdorf sind 2015 abgeschlossen worden, während mit den Arbeiten für den Versorgungsbereich Marienroth heuer im Juni  begonnen wird. Mit der Zustellung der Beitragsbescheide für die zweite Rate (50%) müssen die Grundstückseigentümer im September 2016 rechnen. Betroffen vom Verbesserungsbeitrag sind alle im gesamten Gemeindegebiet an die Wasserversorgungseinrichtung angeschlossenen und anschließbaren Grundstücke.

Wir bitten nochmals um Verständnis dafür, dass wir nach den erheblichen Beitragsbelastungen in der Vergangenheit nun erneut an die Grundstückseigentümer mit einer Beitragsforderung herantreten. Aber nur so kann die Gemeinde ihrer Pflichtaufgabe nachkommen und eine funktionstüchtige und einwandfreie Wasserversorgung sichern. Weiter können die Wassergebühren dadurch auf ein vernünftiges Niveau gehalten werden. Während in Pressig die Wasserbezugsgebühr derzeit bei 1,20 €/m³ liegt, müssen in anderen Landkreisgemeinden neben einer höheren Grundgebühr zum Teil mehr als 2,50 Euro/m³ bezahlt werden.